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Neurostimulation des Rückenmarks

Die Neurostimulation des Rückenmarks ist eine innovative Behandlung zur Linderung chronischer Schmerzen, wenn andere Methoden nicht ausreichen.
Sie besteht darin, kleine elektrische Impulse an das Rückenmark zu senden, um die das Gehirn erreichenden Schmerzsignale zu ‚blockieren‘.

Diese Technik ist nicht ganz neu: Schon im alten Griechenland setzten Ärzte die elektrische Entladung des Torpedos, eines elektrischen Fisches, ein, um Kopf- und Gelenkschmerzen zu lindern!

Dank der modernen Technologie können wir dies heute sicher und präzise tun und so vielen Menschen zu einem friedlicheren Leben verhelfen.

Wie funktioniert das?

  • Eine kleine Elektrode wird in der Nähe des Rückenmarks in den Epiduralraum eingeführt (der gleiche Raum, der für die Epiduralanästhesie während der Geburt verwendet wird).
  • Die Elektrode ist mit einer Batterie verbunden, die elektrische Impulse erzeugt.
  • Impulse helfen, die Wahrnehmung von Schmerz zu reduzieren.

Kann ich von der Neurostimulation profitieren?

Neurostimulation kann angezeigt sein, wenn Sie unter chronischen neuropathischen Schmerzen leiden, die auf andere Therapien nicht ansprechen. Insbesondere in den folgenden Fällen

  • Chronische neuropathische Schmerzen nach Wirbelsäulenoperationen
  • Periphere Nervenschmerzen in den Gliedmaßen (periphere Neuropathie oder Polyneuropathie)
  • Chronische Schmerzen im unteren Rückenbereich, die auf konventionelle Behandlung nicht ansprechen
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS, Algodystrophie)
  • Postherpetische Schmerzen (anhaltende Schmerzen nach Gürtelrose)
  • Chronische Schmerzen nach einer Operation (postoperative Schmerzen)
  • Phantomschmerzen (Schmerzen nach Amputation)

Wenn Sie medikamentöse Behandlungen, Infiltrationen oder Physiotherapie ausprobiert haben, ohne eine ausreichende Verbesserung zu erzielen, könnte die Neurostimulation eine gute Option für Sie sein.

Wie findet die Implantation statt?

  • Die Elektrode wird in einem minimalinvasiven Verfahren mit einer speziellen Nadel und unter radiologischer Kontrolle platziert.
  • Nach dem Einsetzen wird die Elektrode fixiert, um sie stabil zu halten.
  • Vor der endgültigen Implantation wird immer eine Testphase durchgeführt.

Die Testphase

  • Während der 1-2 Wochen dauernden Tests ist die Elektrode an eine externe Batterie angeschlossen.
  • Der Patient verwendet eine kleine Fernbedienung, um die Intensität der Stimulation einzustellen.
  • Während der Studie sind einige Kontrollen in unserem Zentrum vorgesehen, um die Stimulation anzupassen.
  • Wenn die Schmerzen um mindestens 50 Prozent reduziert sind, wird die endgültige Implantation einer Batterie unter die Haut, ähnlich wie bei einem Herzschrittmacher, durchgeführt.
  • Wenn die Behandlung nicht funktioniert, wird die Elektrode einfach entfernt.

Die endgültige Implantation

  • Fällt der Test positiv aus, wird eine kleine Batterie unter die Haut implantiert (ähnlich wie bei einem Herzschrittmacher).
  • Die Batterie kann in der Gesäßgegend oder in der Nähe des Bauches platziert werden.
  • Der Eingriff dauert etwa 1-2 Stunden und wird ambulant durchgeführt.

Gibt es irgendwelche Risiken oder Nebenwirkungen?

Das Verfahren ist minimalinvasiv. Nebenwirkungen sind selten, können aber auftreten:

  • Vorübergehende Schmerzen oder Unbehagen im Bereich des Implantats
  • Risiken einer Infektion
  • Selten, Blutungen, Nervenprobleme oder Verletzungen
  • Mögliche Verschiebung der Elektrode

Da es sich um ein elektronisches Gerät handelt, kann es auch, wenn auch sehr selten, zu kleineren technischen Problemen kommen, wie z.B. einer Unterbrechung der Verbindung oder einer Bewegung der Elektroden.

Kurz gesagt

Die Neurostimulation kann Ihnen dabei helfen:

  • Chronische Schmerzen lindern
  • Besser schlafen
  • Ein aktiveres und friedlicheres Leben führen
  • Verringerung der Einnahme von Schmerzmitteln

Wenn Sie unter behandlungsresistenten chronischen Schmerzen leiden, wenden Sie sich an uns. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen, Ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen.

Lebensstil-Interventionen

Körperliche Aktivität (Spazierengehen, Stretching), regelmäßiger Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und Techniken zum Stressabbau können die Widerstandsfähigkeit verbessern und die Wirksamkeit medizinischer Therapien erhöhen.

Psychologische Unterstützung

Die Behandlung chronischer Schmerzen kann durch psychologische Interventionen (wie Entspannungstechniken oder kognitive Verhaltenstherapie) unterstützt werden, die dazu beitragen, Ängste, Schlaflosigkeit und die Auswirkungen der Schmerzen auf die Lebensqualität zu verringern.

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