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Facettengelenksyndrom

Eine häufige Ursache: Facettengelenksyndrom

Bei etwa 15-41% der Patienten mit chronischen Kreuzschmerzen liegt die Ursache in einem Problem der Facettengelenke.

Was sind Facettengelenke?

Das sind die kleinen Gelenke, die einen Wirbel mit einem anderen verbinden und es dem Rücken ermöglichen, sich zu beugen und zu drehen.
Im Laufe der Zeit können diese Gelenke verschleißen oder sich entzünden, was Schmerzen verursacht.

Wie erkennt man Schmerzen im Facettengelenk?

  • Lokalisierte Schmerzen im unteren Rücken.
  • Verschlimmerung der Schmerzen bei Streckung (Beugung nach hinten) oder Drehung der Wirbelsäule.
  • Schmerzen, die in die Hüfte oder den Oberschenkel ausstrahlen können, jedoch ohne Kribbeln oder Kraftverlust.

Wie wird der Facettenschmerz diagnostiziert?

Wenn der Verdacht besteht, dass der Schmerz von den Facettengelenken ausgeht, wird eine diagnostische Blockade:

  • Unter Röntgenkontrolle wird ein Anästhetikum in die Nähe der Facettengelenksnerven injiziert.
  • Wenn der Schmerz nach der Injektion nachlässt, bedeutet dies, dass diese Gelenke die Ursache für den Schmerz sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn der Diagnoseblock positiv ist, ist eine der wirksamsten Lösungen der:

Facettengelenksdenervierung mit Radiofrequenz

Es handelt sich um eine minimal-invasive Behandlung:

  • Einführen einer Nadel in der Nähe des schmerzhaften Nervs unter radiologischer Kontrolle.
  • Anwendung von kontrollierter Hitze (ca. 80°C), die den Nerv ‚deaktiviert‘.
  • Dies kann die Schmerzen für 6-12 Monate oder sogar länger reduzieren oder beseitigen.

Falls erforderlich, kann der Vorgang wiederholt werden.

Es handelt sich um eine sichere, gut verträgliche Technik mit sehr wenigen Risiken.

Lebensstil-Interventionen

Körperliche Aktivität (Spazierengehen, Stretching), regelmäßiger Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und Techniken zum Stressabbau können die Widerstandsfähigkeit verbessern und die Wirksamkeit medizinischer Therapien erhöhen.

Psychologische Unterstützung

Die Behandlung chronischer Schmerzen kann durch psychologische Interventionen (wie Entspannungstechniken oder kognitive Verhaltenstherapie) unterstützt werden, die dazu beitragen, Ängste, Schlaflosigkeit und die Auswirkungen der Schmerzen auf die Lebensqualität zu verringern.