Periphere Neuropathie ist eine Erkrankung, bei der die Nerven in den Armen und Beinen nicht mehr richtig funktionieren. Dies kann Symptome verursachen wie:
- Kribbeln,
- Elektroschocks,
- Taubheit,
- Brennen,
- Anhaltende Schmerzen.
Wenn Schmerzen zu einem Hauptsymptom werden, sprechen wir von schmerzhafter peripherer Neuropathie.
Was sind die häufigsten Ursachen?
Neuropathien können viele Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören:
- Diabetes (sehr häufig),
- Nebenwirkungen von Medikamenten, wie z.B. einer Chemotherapie,
- Nährstoffmangel (z.B. Vitamin B12),
- Autoimmunkrankheiten,
- Einige Infektionen (wie HIV oder Gürtelrose),
- Genetische (vererbte) Ursachen.
Wie wirkt sich das auf das tägliche Leben aus?
Neuropathische Schmerzen können anhaltend oder ‚ruckartig‘ sein, sich nachts verschlimmern und das Leben erschweren:
- schlafen Sie gut,
- Gehen,
- arbeiten,
- alltägliche Aktivitäten auszuführen.
Darüber hinaus leiden viele Menschen mit schmerzhafter Neuropathie auch unter:
- Angstzustände oder Depressionen,
- chronische Müdigkeit,
- soziale Isolation.
Wie heilen Sie es?
Maßgeschneiderter Ansatz
Es gibt kein einziges Heilmittel für alle. Aus diesem Grund schlagen wir für jeden Patienten einen maßgeschneiderten Weg vor, der Folgendes umfassen kann:
Behandlungen
- Spezifische Medikamente: wie Gabapentinoide, niedrig dosierte trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin).
- Physikalische Therapie und Rehabilitation: um Kraft und Mobilität zu erhalten.
- TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation): ein kleines Gerät, das schmerzlose elektrische Impulse aussendet, um die Nerven zu ‚beruhigen‘.
- Capsaicin-Pflaster 8% (Qutenza®): für lokalisierte Schmerzen bei Neuropathie.
- Psychologische Unterstützung: wenn der Schmerz die Stimmung oder den Schlaf beeinträchtigt.
- Spinale Neuromodulation: elektrische Stimulation von Nerven mit Hilfe eines kleinen Implantats. Diese Behandlung wird nur in Betracht gezogen, wenn einfachere Therapien nicht anschlagen.
Warnung: Medikamente sind nicht genug
Viele Patienten mit Neuropathie nehmen verschiedene Medikamente ein, jedoch ohne zufriedenstellende Ergebnisse. Manchmal verursachen die Medikamente Nebenwirkungen oder werden nicht vertragen. Deshalb ist es so wichtig:
- vermeiden Sie ‚Do-it-yourself‘,
- vermeiden Sie eine längere Einnahme von Opioiden (sie sind bei neuropathischen Schmerzen nicht wirksam),
- eine fachliche Beurteilung anfordern, um einen maßgeschneiderten Behandlungsplan zu erstellen.
Was sagt die Forschung?
Jüngste Studien zeigen, dass:
- Neuropathische Schmerzen haben einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität,
- Multimodale Behandlungen (eine Kombination aus Medikamenten, Physiotherapie, psychologischer Unterstützung und Neuromodulation) wirken besser als Medikamente allein,
- Menschen mit gut kontrollierten Schmerzen können zur Arbeit zurückkehren, besser schlafen und ihre Aktivitäten wieder aufnehmen.